Ausstellung SANIERUNG BOCKENHEIM. Das wars!

14 Ausstellungstage liegen hinter uns. Wir blicken zurück auf eine erfolgreiche und sehr gut besuchte Eröffnung (siehe der Beitrag zur Eröffnung), und wir blicken zurück auf intensive Ausstellungstage mit regem Besucherstrom ((am 26.9. waren es 57 Besucher, am 30. 9. über 70!) , vielen informativen Gesprächen, spannendem neuen Foto-Material, das uns übergeben oder angekündigt wurde.

Am Sonntag, 30. September war Schluss: Der Schauspieler Ilja Kamphues las Bockenheim-Texte von Peter Kurzeck und Thomas Blanke. Wir suchen jetzt nach Orten, um die Ausstellung weiterhin zugänglich zu machen. Daher: Bis demnächst.
Über die Ausstellung berichteten die FNP (Frankfurter Neue Presse) und die FR (Frankfurter Rundschau).

Dank für die Unterstützung

Zahlreiche informative Gespräche mit Bockenheimer Bürgerinnen und Bürgern haben die Ausstellungsvorbereitung begleitet. Dafür sind wir sehr dankbar.
Für Fotos, Dokumente und Infos, ohne die die Ausstellung SANIERUNG BOCKENHEIM vom 13. – 30. September 2018 nicht möglich geworden wäre, danken wir:

Andreas K. Arnold, Dr. Schubert, DW Dreysse, Klaus Eich, Felix Fischl, Richard Grübling, Herbert Goetz, Hans-Jürgen Hammelmann, Bernd Hüttl, Gerhard Hütter, Udo Heitzmann, Jochen Ickert, Stephan Kyreileis, Eckhart Kyrieleis, Marion Löhr-Böger, Joachim Maurer, Frau Neubert-Rhinow, Wolfgang Nied, Dieter Rauch, Karl-Günter Süss, Werner Stein, Frau Struckmeier-Schubert, Frau Staab, Frau Walz, Frau Woywodt. Fotos und Dokumente stellten auch das Stadtplanungsamt. das Institut für Stadtgeschichte und der Verein Freunde Bockenheims zur Verfügung. 

Die Ausstellung wird gefördert durch den Ortsbeirat 2, das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, den AStA der Goethe-Universität, die Polytechnische Stiftung und die Frankfurter Sparkasse. Für die Verfügungstellung eines Schaukastens in der Leipziger Straße danken wir Frau Wissmüller-Sztulman.

Schirmherr des Projekts: Stadtrat Mike Josef.

Kooperation und Organisation des Projekts
Institut für Selbstorganisation e.V.
in Kooperation mit dem
Verein Freunde Bockenheims e.V.,
Bockenheim-Aktiv.de,
dem Offenen Haus der Kulturen e.V.
und dem Stadtteilbüro Bockenheim.

Zum Projektteam gehören DW Dreysse, Ilja Kamphues, Norbert Saßmannshausen, Tim Schuster und Otto Ziegelmeier.
Fachlicher Berater: Dierk Hausmann.

Als Frankfurt die Hauptstadt der Revolte war

20. Oktober 2018: Seminar & Ortsbesichtigung
Das „rote Jahrzehnt“ – Frankfurt in den Jahren der Revolte

Frankfurt war neben Berlin das Zentrum der 68er-Bewegung. An vielen Orten finden sich in der Mainmetropole heute noch Spuren der jugendlichen Revolte, die vor 50 Jahren die Bundesrepublik nachhaltig veränderte.  Das Seminar, beginnend mit einer fachkundigen Führung, sucht die Spuren und die Nachwirkungen der Studentenrevolte und der daraus entstehenden gesellschaftlichen Veränderungen.

Adorno und Horkheimer

Ein Thema ist dabei die Arbeit des Instituts für Sozialforschung (IFS). Dort forschten und lehrten die geistigen Väter der Studentenbewegung Theodor W. Adorno und Max Horkheimer. Ihre kritische Theorie der Gesellschaft lieferte viele Anstöße für die nach Veränderung sich sehnende Generation. Und natürlich geht es auch um die Konflikte zwischen den Autoritäten und den Studenten.

Karl Marx-Universität und Tomatenwurf

Die „Selbstermächtigung“ der Studenten über die Inhalte und Formen des Studiums nicht nur mitzubestimmen, sondern selber zu bestimmen, dies drückte sich auch in der kurzzeitigen Umbenennung der Goethe-Uni in „Karl Marx-Universität“  aus. Auch der legendäre Tomatenwurf von Sigrid Rüger auf Hans-Jürgen Krahl, dem „Robespierre von Bockenheim“ mit dem der feministische Teil der 68er-Bewegung auf sich aufmerksam machte, gehört zur Geschichte dieser Zeit.

 „Robespierre“ hörte „Mama“

In der sogenannten „Fabrik“ in der Adalbertstraße 10 wohnte eine Zeit lang die schwarze US-Aktivistin Angela Davis, die von 1965-67 am Institut für Sozialforschung studierte. Neben der Fabrik lag der „Böse Buben-Club“ und noch ein paar Häuser weiter war eine Eck-Kneipe an der Bockenheimer Warte, die die Studenten damals 1968 nur „Nutten Lui“ nannten.

Das nicht nur die Protestthemen wie Notstandsverfassung, Vietnamkrieg und Bildungsreform die damalige Jugendrevolte prägte, das wird an vielen Beispielen dargelegt.

Ein spannendes Programm:

Das Seminar findet statt im Stadtteilbüro Bockenheim (Leipziger Straße 91). Die Führung ist Teil des Seminars und dauert etwa 90 Minuten. Anmeldung per Mail (info@denknomaden.de oder 069 7675 2458)

Beginn: 13 Uhr

Eröffnung der Ausstellung

Am 13. September 2018 wurde die Ausstellung SANIERUNG BOCKENHEIM 1978-1995 eröffnet. Der Abend begann mit einem Text von Thomas Blanke, der, vorgetragen von Ilja Kamphues, mitten ins Herz Bockenheims traf. Der Schirmherr des Projekts, Stadtrat Mike Josef, war leider verhindert – er wurde vertreten von Herrn Gilbert Mayr vom Stadtplanungsamt. Für den Verein „Offenes Haus der Kulturen“ sprach Tim Schuster. Der Stadtplaner und Architekt Prof. DW Dreysse erläuterte die Rahmenbedingungen des beispielhaften Sanierungsprojektes in Frankfurt. Anschliessend wurde die Ausstellung von Norbert Saßmannshausen eröffnet.

Bilder von der Ausstellungs-Eröffnung am 13. September 2018.

 

Das Transparent „zum Depot-Fest“ ist Teil der Ausstellung. Es wurde zur Eröffnung der Ausstellung im Foyer präsentiert.

Vor dem Ausstellungsraum im Foyer.

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Ankündigungen der Ausstellung

Im aktuellen Programmflyer von Radio X (Nr. 27. Juli – Sept. 2018) findet sich ein schöner Artikel von Stephan Kyrieleis über Bockenheim vor 40 Jahren – und darin ein Hinweis auf die Ausstellung SANIERUNG BOCKENHEIM 1978-1995. Und der Monatsflyer des Vereins „Offenes Haus der Kulturen“ weist ebenfalls darauf hin und verwendet ein Foto von Klaus Eich, das auch von uns für das Plakat verwendet wurde. (mehr …)

Als Frankfurt die Hauptstadt der Revolte war

13. Oktober 2018: Seminar & Ortsbesichtigung
Das „rote Jahrzehnt“ – Frankfurt in den Jahren der Revolte

Frankfurt war neben Berlin das Zentrum der 68er-Bewegung. An vielen Orten finden sich in der Mainmetropole heute noch Spuren der jugendlichen Revolte, die vor 50 Jahren die Bundesrepublik nachhaltig veränderte.  Das Seminar, beginnend mit einer fachkundigen Führung, sucht die Spuren und die Nachwirkungen der Studentenrevolte und der daraus entstehenden gesellschaftlichen Veränderungen.

Adorno und Horkheimer

Ein Thema ist dabei die Arbeit des Instituts für Sozialforschung (IFS). Dort forschten und lehrten die geistigen Väter der Studentenbewegung Theodor W. Adorno und Max Horkheimer. Ihre kritische Theorie der Gesellschaft lieferte viele Anstöße für die nach Veränderung sich sehnende Generation. Und natürlich geht es auch um die Konflikte zwischen den Autoritäten und den Studenten.

Karl Marx-Universität und Tomatenwurf

Die „Selbstermächtigung“ der Studenten über die Inhalte und Formen des Studiums nicht nur mitzubestimmen, sondern selber zu bestimmen, dies drückte sich auch in der kurzzeitigen Umbenennung der Goethe-Uni in „Karl Marx-Universität“  aus. Auch der legendäre Tomatenwurf von Sigrid Rüger auf Hans-Jürgen Krahl, dem „Robespierre von Bockenheim“ mit dem der feministische Teil der 68er-Bewegung auf sich aufmerksam machte, gehört zur Geschichte dieser Zeit.

 „Robespierre“ hörte „Mama“

In der sogenannten „Fabrik“ in der Adalbertstraße 10 wohnte eine Zeit lang die schwarze US-Aktivistin Angela Davis, die von 1965-67 am Institut für Sozialforschung studierte. Neben der Fabrik lag der „Böse Buben-Club“ und noch ein paar Häuser weiter war eine Eck-Kneipe an der Bockenheimer Warte, die die Studenten damals 1968 nur „Nutten Lui“ nannten.

Das nicht nur die Protestthemen wie Notstandsverfassung, Vietnamkrieg und Bildungsreform die damalige Jugendrevolte prägte, das wird an vielen Beispielen dargelegt.

Ein spannendes Programm:

Das Seminar findet statt im Club Voltaire (Kleine Hochstraße 5 – 2. Stock). Die Führung ist Teil des Seminars und dauert etwa 90 Minuten. Anmeldung per Mail (info@denknomaden.de oder 069 7675 2458 oder 01759861265)

Beginn: 13 Uhr