7. Febr. 2018: Vortrag „Die Sanierung Bockenheims“

 

1978
beschloss die Stadt Frankfurt in zwei Bereichen Bockenheims eine städtebauliche Sanierung durchzuführen. Daraufhin wurden viele heruntergekommene und stark vernachlässigte Gebäude instandgesetzt und modernisiert, ruinöse oder leerstehende Gebäude abgerissen und durch Neubauten ersetzt. In Kombination mit dem U-Bahn-Bau  (U6/U7) und dem Ende der Industrie in Bockenheim (Wegzug der großen Bockenheimer Betriebe VDO und Hartmann & Braun) wurde damit ein umfassender Wandel in Bockenheim eingeleitet.

Neben vielen kleineren Einzelmaßnahmen entstanden in den beiden Sanierungsgebieten vier größere Neubaukomplexe: die Ladengalerie an der Bockenheimer Warte, die Seniorenwohn-anlage Adalbertstraße, Sozialwohnungen an der Jordanstraße/Kiesstraße und das Pflege-heim Friesengasse/Kleine Seestraße.
1995 wurde die Sanierung förmlich abgeschlossen.

Das bürgerschaftliche Engagement war in diesem Sanierungszeitraum von großer Bedeutung für das Ergebnis. In Bürgerinitiativen, VHS-Kursen und öffentlichen Veranstaltungen wurde informiert, gestritten und debattiert über die Ziele und die Umsetzung des städtischen Vorhabens. Begleitende wissenschaftliche Untersuchungen gehörten selbstverständlich dazu und genauso Anwälte, die, von der Stadt finanziert, die Bewohner berieten. (mehr …)

Fotos, Dokumente  und Zeitzeugen zur  Sanierung Bockenheims gesucht

Fotos, Dokumente und Zeitzeugen zur Sanierung Bockenheims gesucht

2018 wird eine Ausstellung die Veränderungen Bockenheims durch die Sanierung (1979 bis Anfang der 90er Jahre)  ins Gedächtnis rufen.
Wie sah Bockenheim vorher aus? Was wurde geplant und was verwirklicht? Und:  Was kann Bockenheim aus dieser Sanierungszeit für die Zukunft lernen?

Wir rufen auf, uns mit Fotos und Dokumenten und Zeitzeugen-Berichten zu unterstützen!
Fotos der Häuser, Wohnungen, Hinterhöfe und Straßenzüge aus der Zeit vor 1990 benötigen wir, um ein umfassendes Bild Bockenheims in der Ausstellung zeigen zu können.

Mieter, Hauseigentümer, Geschäftsinhaber, Aktive in den Bürgerinitiativen damals, jeden bitten wir uns zu helfen das vergangene Bockenheim zu dokumentieren. Schauen Sie in Ihre Fotoalben und Diasammlungen und stellen Sie den Bockenheimern Fotos und Dokumente für die das Gedächtnis des Stadtteils zur Verfügung.

Wenn Sie zustimmen, dann scannen wir Ihre Fotos und stellen Sie dem Fotoarchiv des Geschichtsvereins „Freunde Bockenheims“ zur Verfügung. Und zeigen Ihre Fotos in der Ausstellung.

Wir sind über das Stadtteilbüro in der Leipziger Straße 91 zu erreichen (Dienstag bis Freitag von 17 bis 19 Uhr), dort können auch Fotos usw. abgegeben werden. Oder Sie melden sich telefonisch unter 069 76 75 24 58.

 

Stadtführungen in Frankfurt: Auf den Spuren der Revolte

Frankfurt, die ehemalige Haupstadt der Revolte, hat sie verdient:
Die Stadtführungen auf den Spuren der Revoltejahre.  Die Stätten des „langen roten Jahrzehnts“, das  sind der Bockenheimer Uni- Campus, das Studentenhaus, der erste Öko-Laden „Distel“ und die Karl-Marx-Buchhandlung, der Frauenbuchladen und die Fabrik, die besetzten Häuser und die Sponti-Villa, der Nutten-Lui und das Black-Panther-Solidaritätskomitee – usw.
In 90 bis 120 Minuten kaum zu schaffen, aber wir versuchen es immer wieder.

ISO bietet diese Stadtführungen „Auf den Spuren der Revolte“ für interessierte Gruppen durch den Stadtteilhistoriker Norbert Saßmannshausen an. Über ihn gab es in der Hessenschau einen kurzen Beitrag (Oktober 2017). Der HR-Beitrag vom 16. Oktober dauert 4-Minuten.

Die nächste offene Führung: Bitte anfragen.  Anmeldungen per Mail (info@denknomaden.de) oder 069 7675 2458. 9 Euro pro Person.
Preise für Gruppen auf Anfrage.

 

 

 

Der 2. Juni 1967

Der 2. Juni 1967

Kurras bei einer Schießübung der Berliner Polizei. Fotodokument aus dem Film von Klaus Gietinger

Ein ISO-Projekt des Jahres 2017 nimmt den 2. Juni 1967 zum Anlaß 50 Jahre danach die zeitgeschichtliche Wirkung der Erschießung von Benno Ohnesorg zu betrachten. Die damals sich ungeheuer ausweitende Protestbewegung wird heute oft unter das Kürzel „68“ gepackt. Die Zeit vor dem Jahr 1968 soll im ISO-Projekt besondere Aufmerksam bekommen.

Der 2. Juni 1967 und die Auswirkungen auf die Frankfurter Studentenbewegung

Am 2. Juni 1967 wird Benno Ohnesorg in Berlin von dem Westberliner Polizisten Kurras erschossen. Benno Ohnesorg war Student und demonstrierte am 2. Juni gegen den Schah von Persien. Sein Tod markiert einen radikalen Einschnitt in die Studentenbewegung der 60er Jahre, es entsteht eine außerparlamentarische Protestbewegung.